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Seit 5/98, Fahrgestellnummer 37640, Motor "STEP A" (siehe "Motorversionen") verfügt die barchetta über ein modulares Ansaugrohr, üblicherweise als "Variable Intake System" bzw. abgekürzt VIS bezeichnet.

Modulares Ansaugrohr barchettaErkennbar ist das daran, daß der Ansaugkrümmer aus Aluminium einer schwarzen Plastikbox (grün) mit Steuergerät (rot, Aufschrift "Hitachi") an der Hinterseite des Motors gewichen ist:

Erklärung von Robert Paprstein:

"Es gilt die Regel: Längeres Ansaugrohr ergibt fülligeres Drehmoment im unteren Drehzahlbereich. Kürzeres Ansaugrohr ergibt höhere Leistung im oberen Drehzahlbereich. Die Lösung für beide Ansaugprinzipien lautet Variable Intake System (VIS) oder Schaltsaugrohr. Dabei handelt es sich um eine Vorrichtung auf der Ansaugseite des Motors, welche zu einer Selbstaufladung des Brennraums durch Schwingungen der Luftsäule und der Abgassäule in den abgestimmten Leitungen führt. Es entstehen Überdruck und Unterdruckwellen, in Kombination aus kurzen und langen Saugwegen durch Umschaltklappen. Der Umschaltpunkt bei steigender Drehzahl beträgt 5400 U/min, wobei es eine Schaltverzögerung (Hysterese) gibt, damit der Motor bei konstanter Fahrt mit 5400 U/min nicht ruckelt. Der Umschaltpunkt auf geschlossene Umschaltklappe ist bei sinkender Drehzahl demnach etwas niedriger. Weiterer Vorteil des VIS: Durch den höheren Liefergrad (Verhältnis von tatsächlicher zu theoretisch möglicher Füllung des Zylinders) sind die Sauerstoffanteile bei leicht verdichteter Luft auch dichter gepackt und damit die Brennwege kürzer. Die Verbrennungsreaktion läuft schneller ab, dadurch mehr Wucht in kürzerer Zeit auf den Kolben. Wichtig bei der Gestaltung von Saugrohren ist der Resonanzeffekt, der auch durch die Gestaltung des Abgaskrümmers verstärkt werden kann (alle Krümmerrohre gleich lang).

Resonanzeffekt: Zwischen Steuerzeiten, Ansaugtakten und Gasschwingungen entsteht ein Rhythmus (Resonanzeffekt) welcher zu einer besseren Zylinderfüllung mit Frischgas O2 führt (bis zu +15% in Verbindung mit Zündfolgeabgaskrümmer). Die Rohrlängen werden bei der Konstruktion so gewählt um den Effekt zu maximieren, darum ist es nicht sinnvoll bei Modellen mit VIS den originalen Luftfilterkasten gegen einen offenen Luftfilter zu tauschen, da der Luftkanal kürzer wird. Die Schwingungen der Frischgassäule verändern sich dadurch, sodaß der Luftmassenmesser in bestimmten Betriebsbereichen Fehlmessungen macht. Um das zu minimieren, dürfte dieser auch seit Umstellung auf VIS aus dem Luftfilterkasten zum Ansaugkrümmer gewandert sein, um so kurz wie möglich vor der Verbrennung zu messen (kleinere Abweichung)."

Modularer Ansagtrakt Bei Drehzahlen unter 5400 U/min sind die Klappen (1) geschlossen, wodurch sich ein langer Luftweg für die Ansaugung ergibt. Das Elektroventil (5) ist dann stromlos und verbindet die Unterdruckdose (4) mit der Außenluft.

Modularer AnsugtraktÜber 5400 U/min erhält das Elektroventil (5) Strom und verbindet den Unterdruckspeicher (2) mit der Unterdruckdose (4), die über einen Steller die Klappen öffnet. Dadurch wird der Weg der angesaugten Luft kürzer.

Im Speicher (2) wird durch die Ansaugung ständig ein Unterdruck erzeugt und durch das Rückschlagventil (3) gehalten.

Schaltsaugrohr in der Wikipedia (interessanterweise die gleichen Texte und Bilder wie hier, stammen wohl urprünglich aus Fiat-Unterlagen)

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