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(Von Klaus Nobiling)

Beifahrer mit KarteDie barchetta ist gebaut für zwei Personen. Dieses Konstruktionsmerkmal ist offensichtlich, aber darin erschöpfen sich auch schon die Gedanken des Konstrukteuers an den Beifahrer (ich benutze das generische Maskulinum, auch wenn einige sicherlich davon überzeugt sind, das der angemessene Beifahrer dieses Wagens nur eine Beifahrerin sein kann!)

Der Platz des Beifahrers ist beengt. Personen über 180 cm haben etwas Schwierigkeiten nach 5 Stunden Fahrt noch ein annehmbare Sitzposition zu finden. Auf die Montage von Getränkehaltern wurde aus Gewichtsgründen verzichtet, ebenso entfällt bei Airbag auf der rechten Seite das Handschuhfach. Es gibt wenig Möglichkeiten zur Unterbringung einer Straßenkarte, es sei denn rechts am Sitz vorbei. Da eine Seitentasche (esrt ab 1998 Serie) fehlt, wird es automatisch dazu führen, dass die grade gebrauchte Karte (sowie Zigarettenpackung und Feuerzeug) unter dem Sitz verschwinden und dort bis zum Ende der Reise bleibt. Der Platz unter dem Sitz ist im Übrigen geeignet, etliche flache Gepäckstücke (Kreditkarte, Zahnbürste, all das, was im Kofferraum keinen Platz hat) aufzunehmen.

Auf langen Fahrten als Beifahrer in der Funktion des Navigators (preisgekrönt in Paderborn 1996) im europäischen In- und Ausland muss ich feststellen, dass die einzige Karte, die in der barchetta brauchbar ist, der schnelle Michael Schumacher Atlas von Marco Polo (gibts leider nicht mehr) ist. Der Autor ist wohl die Verhältnisse in beengten Automobilen gewöhnt... Eine Kartenlampe ist in der Barchetta unmöglich anzubringen, da der Zigarettenanzünder sich zwischen den Sitzen im Ablagefach in der Mittelkonsole befindet. Es stellt sich dabei sowieso die Frage, was ein Navigator taugt, der eine solche Lampe braucht.

Ein ganz trauriges Kapitel ist der Aschenbecher, der langen Fahrten nicht stand hält, dem Beifahrer aber bei Tank- und Rastpausen eine sinnvolle Aufgabe beschert

Der Vorteil des Cabriofahrens zu zweit besteht darin, das man offen kaum ein Wort miteinander wechseln muss. Das führt zu einmaligen Eindrücken der Landschaft und zum Genuss des Autofahrens. Besonders altgediente Ehepaare werden somit dem Cabriofahren in der barchetta viel abgewinnen können, wenn man der gepflegten Langeweile des OpelVW PassatGolfAstra Kombi endlich entkommen ist.

Da die Mitnahme von weiteren Personen unmöglich ist, dient dieses Auto durchaus der Belebung von Partnerschaften. Außerdem gibt es bei Clubtreffen reichlich Gelegenheit, BeifahrerInnen kennen zulernen und sich mit diesen auszutauschen. Ich bin zwar auch schon ein paar Meter gefahren, aber mit der Rolle als Beifahrer sehr zufrieden und ausgelastet. Beifahrer zu sein ist eben eine Frage der Einstellung!

Nachtrag des Webmasters:

Müde BeifahrerinWie sich gezeigt hat, neigen BeifahrerInnen nach Alkoholgenuß am Vorabend zu Müdigkeit und verschlafen gerne am nächsten Morgen.

 

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